Forschung

Forschungsverbund KODAP und Qualitätssicherung in den unith-Ambulanzen

Ein zentrales Merkmal aller unith-Ambulanzen ist die kontinuierliche Qualitätssicherung der therapeutischen Arbeit sowie der Ausbildungsbetriebe. Diese erfolgt durch die enge Anbindung der Ambulanzen an die jeweiligen Abteilungen und Professuren für Klinische Psychologie und Psychotherapie. Forschung, Lehre und Ausbildung sind dabei eng miteinander vernetzt, unter anderem durch Forschungsprojekte sowie Abschlussarbeiten bis hin zu Promotionen.

Der KODAP-Forschungsverbund

Seit 2013 besteht der Forschungsverbund KODAP (Koordination der Datenerhebung und -auswertung an Forschungs-, Lehr- und Ausbildungsambulanzen für Psychotherapie). Ziel des Verbunds ist es, klinisch-psychologische und epidemiologische Fragestellungen der Psychotherapieforschung auf Basis großer, ambulanter Datensätze zu untersuchen.

Der KODAP-Verbund umfasst aktuell (Stand Februar 2026) 52 universitäre Forschungs- und Lehrambulanzen sowie unith-Ausbildungsambulanzen.

Hinweis: Die KODAP-Kooperationsverträge werden derzeit rechtlich überarbeitet. Aus diesem Grund können aktuell keine neuen Kooperationsvereinbarungen im Rahmen von KODAP abgeschlossen werden.

Aktueller Forschungsstand

Im Jahr 2013 wurde eine erste Erhebung zu diagnostischen Verfahren und Fallzahlen in Hochschulambulanzen durchgeführt (Hoyer et al., 2015). Auf dieser Grundlage wurde ein Kerndatensatz für weitere Erhebungen entwickelt (Velten et al., 2017).

In den Folgejahren wurden Daten von über 4.500 erwachsenen Patient*innen sowie mehr als 550 Kindern und Jugendlichen ausgewertet und publiziert (u. a. In-Albon et al., 2019; Velten et al., 2018). Diese Arbeiten zeigten erstmals belastbare diagnostische Basisdaten zum Klientel deutscher Hochschul- und Ausbildungsambulanzen. Eine internationale Publikation fasst die methodischen Herausforderungen und Pilotstudien des Projekts zusammen (Margraf et al., 2021).

Aktuelle Planungen

Auf Basis von Behandlungsdaten seit Januar 2018 wird derzeit ein umfassender Datensatz aufgebaut, der die Möglichkeiten der Psychotherapie-Prozessforschung in Deutschland deutlich erweitern soll. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere Publikationsprojekte zu unterschiedlichen Fragestellungen geplant.

Steuerungsgruppe

DIe KODAP Steuerungsgruppe setzt sich zusammen aus:

Prof. Dr. Wolfgang Lutz
Prof. Dr. Hanna Christiansen 
Prof. Dr. Tina In-Albon
Prof. Dr. Tania Lincoln 
Prof. Dr. Jürgen Margraf 
Prof. Dr. Ulrike Willutzki 
Prof. Dr. Jürgen Hoyer
Prof. Dr. Julian Rubel
Prof. Dr. Rudolf Stark 
Prof. Dr. Katja Wehrheid 
Prof. Dr. Julia Velten
Dr. Brian Schwarz (Koordinator) 
Paul Gloyer (HiWi)